Klaus G. Weidner -  Über mich


alter HaseWie Sie an dem Bild links schon sehen, haben Sie es nicht mit einem frischen Uni-Absolventen zu tun, sondern mit einem "alten Hasen" (rechts), der viel Erfahrung hat. Das schlägt sich übrigens auch in meiner Arbeitsweise nieder: Ich kenne die Fallen und Stolpersteine, die manchmal nicht  so leicht "wissenschaftlich" fassbar sind und mache Vieles nicht so, wie "man" das heute macht.

Meine beruflichen "Wurzeln" liegen in der IT – genauer gesagt, in der Programmierung und Systemanalyse. (Dass ich vorher einige Jahre als Erzieher in Jugendwohnheimen gearbeitet habe, bleibt bitte unter uns!)
Es begann damit, dass ich als  Verkäufer für Textsysteme eingestellt wurde. Nun sind Akquise und Vertrieb nicht gerade meine Stärke - als Verkäufer war ich eher eine Niete, ABER...
...die Geräte interessierten mich und als mein Chef bemerkte, dass ich (damals nur BASIC) programmieren konnte, schaltete er schnell: "Egal was der Kunde will - der Weidner macht's!" Er machte...

...für einen Stahlwerksbauer ein System zur mehrsprachigen Dokumentation, für Immobilienmakler  Buchhaltung und Objektverwaltung,  für einen Waschmittelproduzenten eine Lösung zur laufenden Nachkalkulation der Rohstoffkosten, und immer wieder Lagerführung und Auftragsabwicklung.  "Nebenbei" waren  Anbindungen und Datenkommunikation nötig - Internet in der heutigen Form gab's noch nicht. Ich bin immer noch ein wenig stolz auf meinen Vorläufer der E-Mail, bei dem  das Telexnetz missbraucht wurde, um formatierte Texte mit einer Baustelle in Sibirien auszutauschen.

Was ich in diesen Jahren, (anfangs noch gecoacht von einem Softwareingenieur) von der Picke auf gelernt habe, ist Systeme verschiedenster Art zu analysieren, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungspotential zu finden. Ach ja, Programmiersprachen lernte ich selbstverständlich auch: Assembler, Basic, C, Cobol, Fortran... Wenn man die ersten drei kennt, fallen ein paar mehr nicht in's Gewicht.

Als mir ein Computerhersteller die Leitung der Entwicklung für Office-Systeme anbot, zögerte ich nicht lange.  Vielleicht hätte ich das allerdings tun sollen, denn was im Laufe der Jahre mit den Systemherstellern in Deutschland geschehen ist, wissen Sie vermutlich; Wenn nicht, zählen Sie doch einmal nach, wie viele Office-Programme noch in Deutschland gemacht werden.

Also ein leichter Schwenk zurück nach vorne: In's Lager. Intralogistik, Organisation und IT bilden ein System, das mich immer wieder fasziniert.  Während meiner Tätigkeit für einen Kontraktdienstleister habe Läger (nein, kein falsches Deutsch, sondern Fachsprache) mit IT ausstattet, reorganisiert und geleitet.

Jetzt sollte ich eigentlich über meine Erfahrungen in großen und kleinen, hoch automatisierten und manuellen Lägern berichten; vielleicht auch über die plötzlich versiegenden Deutschkenntnisse ausländischer Fahrer, die schrottreife Paletten tauschen wollen, über das Auflösen von Mischpaletten im Wareneingang oder Kommissionierstrategien, die durch zu viele Eilaufträge fast gekippt werden.

Machen wir es kurz: Ich habe die verschiedenen Läger bei meiner Organisationsarbeit nicht nur vom Büro aus kennengelernt, sonder auch bin auch mit den großen und kleinen Problemen des Tagesbetriebes vertraut.